Weitere Informationen über das historische Uhlandbad in Tübingen.

2016 schien die Welt in Tübingen noch in Ordnung gewesen zu sein.

Stadtwerke planen Tübingens Bäderlandschaft von morgen

09.03.2016

Notwendige Modernisierungen verlangen kluge Übergangslösungen – Die Tübinger Bäder sind beliebt und haben eine lange Tradition. Für Besucher soll auch in Zukunft ungetrübtes Badevergnügen mit einem hohen Standard geboten sein. Dafür planen die Stadtwerke Tübingen Modernisierungen und Erweiterungen. Denn mit einem stetig wachsenden Tübingen muss auch die städtische Infrastruktur im Bäderbereich mitwachsen. Gleichzeitig nagt der Zahn der Zeit insbesondere am historischen Uhlandbad. An klugen Übergangslösungen, die vor allem Vereinen und Schulen die Schließzeiten überbrücken helfen, arbeiten die Stadtwerke bereits seit rund einem Jahr.

Das Uhlandbad Tübingen feierte 2014 seinen 100-jährigen Geburtstag. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1914 war das Hallenbad das größte der Region – und damals schon ein Musterbeispiel mit fortschrittlicher Fernwärmetechnik. Doch die nächste große Sanierungsphase kommt in Sichtweite, erklärt Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der swt: „Das Uhlandbad ist seit über 100 Jahren in Betrieb und ein lebendiges Bäderdenkmal in Tübingen. Um es dauerhaft zu erhalten, sind in den nächsten Jahren umfassende Sanierungsmaßnahmen erforderlich, die leider auch dazu führen, dass das Uhlandbad für einen längeren Zeitraum außer Betrieb gehen muss. Selbstverständlich versuchen wir, die damit verbundenen Einschränkungen für unsere Badegäste möglichst gering zu halten.“

Das ist besonders wichtig, weil das Uhlandbad nicht nur von der Öffentlichkeit sondern auch von vielen Tübinger Schulen und Schwimmsportgruppen intensiv genutzt wird. 36 Stunden pro Woche nutzen insgesamt elf Vereine Uhlandbad und Hallenbad Nord. Hinzu kommen noch die Belegungen durch 29 Schulen. Die Wasserflächen der Bäder sind also stark frequentiert und haben einen hohen Stellenwert für die Vereine und Schulen.

Bereits im vergangenen Jahr haben die swt daher damit begonnen, verschiedene Optionen zu prüfen, um Ersatzlösungen für die Dauer der Sanierungsphase des Uhlandbads zu schaffen, erläutert Ortwin Wiebecke und ergänzt: „Nach heutigem Stand favorisieren wir das Konzept einer Traglufthalle im Freibad, das bereits im November 2015 dem Aufsichtsrat der swt vorgestellt und dort grundsätzlich befürwortet wurde. Vor einer verbindlichen Entscheidung in dieser Sache prüfen wir allerdings noch abschließend, ob eine solche Traglufthalle für die Wintermonate technisch und wirtschaftlich machbar ist. Im Anschluss wird sich der Aufsichtsrat der Stadtwerke nochmals mit der Thematik befassen.“

Die technisch notwendige Sanierung bietet gleichzeitig eine Chance, um z.B. das stattliche historische Gewölbe wiederherzustellen. Dieses war im Zuge der Modernisierung 1973 zum besseren Lärmschutz durch eine abgehängte Decke verschlossen worden. Frank Raible, Abteilungsleiter TüBäder: „Priorität hat für uns der Bestandserhalt der Bäder. Gleichzeitig prüfen wir, ob sich die notwendigen Baumaßnahmen mit Attraktivitätsgewinnen kombinieren lassen, die zusätzliche Mehrwerte für unsere Badegäste bringen. Gerade die Freilegung der Gewölbedecke bietet die Gelegenheit, den historischen Habitus wieder zum Vorschein zu bringen. Allerdings müssen wir besonderes Augenmerk auf akustische Dämmmaßnahmen wegen des Nachhalleffektes legen.“

Momentan gehen die Stadtwerke in einem vorläufigen Bauzeitenplan davon aus, dass voraussichtlich nicht vor Mitte 2017 mit der Sanierung des Uhlandbades begonnen werden kann, sofern bis dahin die Belange des Denkmalschutzes und die Ersatzlösungen für die Hauptnutzer geklärt sind. Da es sich um ein komplexes und altes Gebäude handelt, kann man von einer Bauzeit von rund zwei Jahren ausgehen.

Weiterentwicklung der Tübinger Bäderlandschaft

Auch bei der Erweiterung des Tübinger Freibads steht das Thema Anpassung an den wachsenden Bedarf und die steigende Bevölkerungsentwicklung Tübingens im Vordergrund. Bereits 2014 wurde die Öffentlichkeit über die Erweiterungspläne informiert. Bis zur Saisoneröffnung 2017, so der aktuelle Planungsstand, rechnet Frank Raible mit der Fertigstellung der neuen erweiterten Areale: „Unsere Freibadgäste dürfen sich dann auf deutlich mehr Platz, Liegeflächen, Erholungsoasen, Erlebnispfad und einfach mehr ‚Luft‘ um den eigenen Liegeplatz herum freuen. Auch Sportler finden ein besseres Angebot.“

2015 besuchten so viele Badegäste das Freibad wie seit der Saison im Jahr 2003, dem „Jahrhundertsommer“, nicht mehr. Zudem wird geprüft, ob der Haupteingang aufgrund der Geländegeometrie an zentralere Stelle zur besseren Erschließung des Areals durch die Badegäste verlegt werden soll wie auch die Frage, ob es Sinn macht, die schon sehr in die Jahre gekommenen Umkleide- und Sanitärbereiche zu sanieren oder doch besser neu nach heutigen Anforderungen zu bauen.

In mittelfristiger Perspektive wird auch das Hallenbad Nord auf der Agenda stehen, denn auch hier stehen in den kommenden Jahren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an. Beim Hallenbad Nord suchen die Stadtwerke, wie auch bei den anderen Bädern, nach Synergien, wie Frank Raible erklärt: „Wenn wir ohnehin Geld für die Sanierung unserer Bäder in die Hand nehmen müssen, prüfen wir gleichzeitig, ob wir im Zuge der Arbeiten auch noch sinnvoll zusätzliche Verbesserungen des Angebots für unsere Gäste vornehmen können. Das Hallenbad Nord bietet den Vorteil, dass man z.B. bei Erweiterungen an eine bestehende Infrastruktur andocken könnte und damit Synergieeffekte im täglichen Betrieb möglich wären. Denkbar wären Verbesserungen bei der gut laufenden Saunaanlage, und bei dem Kleinkinderbereich bis hin zu einer möglichen Erweiterung der Wasserflächen. Die Optionen müssen allerdings erst noch genauer geprüft werden, nicht zuletzt hinsichtlich der finanziellen Machbarkeit. Welche Maßnahmen auch immer beim Hallenbad Nord beschlossen werden, sie sollen erst dann starten, wenn das Uhlandbad nach seiner Sanierung wieder geöffnet ist. Und auch in diesem Fall werden wir versuchen, eine passende Übergangslösung für unsere Partner von Schulen und Vereinen zu finden“, verspricht Raible.

2019 droht dem Uhlandbad in Tübingen die Schließung.

Es ist- 5 VOR ZWÖLF – Rettet das Uhlandbad!

Solidaritätsversammlung und „Uhlandschwimmen“ am Samstag, 16.3.19

Vor und im Uhlandbad um 5 VOR ZWÖLF

Die Gefahr für das Uhlandbad ist groß! Eine starke Vereins- und Schwimmlobby stellt es zur Disposition, nachdem Stadtverwaltung und große Teile des Gemeinderats dafür grünes Licht gegeben haben.

Wir wollen das nicht! Der FREUNDESKREIS PRO UHLANDBAD möchte das Uhlandbad als innerstädtisches Bad erhalten und ein neues Konzept für ein Gesundheitszentrum dort entwickeln. Und die zweifellos fehlende Wasserfläche in Tübingen durch ein 25-m-Südbad ermöglichen.

Die Uhlandbadfreunde treffen sich:

AM SAMSTAG, 16.3.19, UM 5 VOR ZWÖLF (11.55) ZU EINER SOLIDARITÄTSVERSAMMLUNG
VOR DEM UHLANDBAD.


Direkt anschließend gehen die UHLANDBADFREUND*INNEN baden! Kommen Sie und bringen Sie Ihre Badekleidung mit.

Hier gibt es weitere Informationen über das Uhlandbad >

Hier geht es zur Badehosen - Aktion >

Hier liegen Unterschriftenlisten aus >

Hier gibt es Lieder, Texte &.... >

Hier ertönt der Protestruf! >


Der Freundeskreis Pro Uhlandbad spricht sich gegen eine angedachte Schließung des Uhlandbads aus.


Wir wünschen uns den Erhalt des Uhlandbads aus den folgenden Gründen:

1. Das Bad liegt sehr zentral und ist durch alle Buslinien der Stadt, zu Fuß und per Rad bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit leicht zu erreichen.

2. Das Bad ist für Schüler der zentrumsnahen Schulen zu Fuß erreichbar, benötigt also keinen Buseinsatz. Insbesondere die Grundschüler der Lindenbrunnenschule und Silcherschule und die Schüler*innen der Gymnasien (Uhlandgymnasium, Keplergymnasium, Wildermuthgymnasium) - über 2500 Schüler*innen profitieren davon.

Würde das Uhlandbad geschlossen werden, müsste für den Schwimmunterricht an diesen Schulen ein Busverkehr eingerichtet werden.

(Kapazitäten, Kosten, Umweltbelastung, Zeitverlust...).

3. Das Bad belebt den Stadtteil um Karl-, Friedrich-, Post- und Uhlandstraße. Oft wird der Schwimmbadbesuch mit Einkäufen, Cafébesuchen o.ä. verbunden. Dies nützt der Innenstadt.

4. Das Bad ist überschaubar und hat sich dadurch für Schwimmkurse in jedem Alter bewährt.

5. Das Bad hat seit über einhundert Jahre seine Funktionalität bewiesen und ist etwas Besonderes in unserer Stadt. Der Denkmalschutz sollte nicht nur für die Fassade, sondern auch für die Funktion im Inneren gelten.

6. Die Rheumaliga soll ihren Platz in diesem Bad behalten.

7. Das Uhlandbad ist für viele Bürger*innen gerade wegen seiner zentralen Lage ein beliebter »Gesundbrunnen«.

ViSdP: Freundeskreis Pro Uhlandbad Annette Herrgott Mathildenstr. 11 72072 Tübingen / Cornelia Stoll Haußerstr. 97, 72076 Tübingen

Wer sich als Unterstützer/inn in die Unterschriftenliste bei Cornelia Stoll eintragen will kann das unter pro (at) uhlandbad.de tun.


Auch auf der Maifeier 2019 auf dem Tübinger Marktplatz war der Freundeskreis Pro Uhlandbad mit einem Infostand vertreten. Der Zuspruch zum Wiederstand gegen die angedachte Schließung des historischen Stadtbades wurde wieder einmal durch zahlreich gesammelte Unterschriften bestätigt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich zwischenzeitlich mit dem Thema auseinandergesetzt und bringen der Idee, das Uhlandbad zu schließen, ausdrucksstark Empörung entgegen. Vielen mangelt es bei einem solchen Ansinnen an der versprochenen Bürgerbeteiligung um ein vernünftiges Bäderkonzept für Tübingen auszuarbeiten, andere machten nur eine eindeutige Handbewegung vor dem Gesicht.

Bei der anstehenden Gemeinderatswahl am 26. Mai gibt es durchaus auch Bewerberinnen und Bewerber die sich für den Erhalt vom Uhlandbad als Schwimmfläche einsetzen.

Mit Bademützen und Banner war eine Gruppe vom Freundeskreis Pro Uhlandbad am Donnerstag, den 28.3.19 vor dem Tübinger Rathaus um an der Gemeinderatssitzung, in welcher das Ergebnis der Befragung mit der BürgerApp beraten wurde, teilzunehmen.

Auch Oberbürgermeister Boris Palmer brachte dem Anliegen selbst ein gewisses Verständnis entgegen. Natürlich ist es verständlich, dass er in seiner Funktion als Finanzbürgermeister eine andere Position einnehmen muss.

Herr Ulrich Narr, Leiter vom Fachbereich Kommunales, hatte den Sitzungsunterlagen der Gemeinderatssitzung als Anlage auch das Schreiben des Freundeskreises Pro Uhlandbad beigelegt.

Das Foto wurde mir von Henning Zierock zur Verfügung gestellt.


Mit großem Stimmeneinsatz

fand am Samstag den 23.3.2019 um 5 vor zwölf (11.55) die zweite Solidaritätsversammlung vor dem Uhlandbad mit anschließendem Uhlandschwimmen statt.

Der FREUNDESKREIS PRO UHLANDBAD möchte das Uhlandbad als innerstädtisches Bad erhalten und ein neues Konzept für ein Gesundheitszentrum dort entwickeln. Und die zweifellos fehlende Wasserfläche in Tübingen durch ein 25-m-Südbad ermöglichen.

Das Foto wurde mir von Thomas Jäger zur Verfügung gestellt.


Diese Aufnahmen wurde von Chistoph Melchers zur Verfügung gestellt. Es zeigt das Banner und Unterstützer/innen am 16.3.2019 vor dem Uhlandbad.

Der Freundeskreis Pro Uhlandbad in Aktion.

Meinungen:


Anmerkung zur Tagblattbeilage:

Da werden wir doch ganz schön vereiert! Die Tagblattbeilage am 9. März sagt uns genau wie wir bei der BürgerApp unser Kreuzchen machen sollen. Ich weiß von vielen Menschen, die Kurse bei der Rheumaliga besuchen, die für das Uhlandbad unterschrieben haben, die werden ja ganz schön veräppelt, wenn sie nun lesen, was ihnen dieser Flyer vor allem von den Sportverbänden vorgibt, auch wenn es nur eine Empfehlung ist. Ich würde es als Manipulation bezeichnen. Hier wird nicht mit ehrlichen Karten Karten gespielt.

Annette Herrgott, Tübingen 12.03.2019


Betreff: Rettet das Uhlandbad!

Das war kein leichtes Unterfangen: den Tübingern klarzumachen, dass sie, um bessere Schwimmmöglichkeiten zu bekommen, eines ihrer zwei funktionstüchtigen Hallenbäder schließen sollen. Der inszenierte Schaukampf zwischen Musikfreunden und Schwimmern kam auch nicht so recht in die Gänge, denn nicht wenige Tübinger gehen morgens ins Schwimmbad und abends ins Konzert. - In einer Einwohnerbefragung dürfen wir nun auf falsch gestellte Fragen vorgestanzte Antworten geben - so will es der Fortschritt(?) der Demokratie(?) in Zeiten der Digitalisierung, und da soll Tübingen mal wieder ganz vorne sein. (Um zu erklären, wie so eine App zu handhaben ist, hat der OB immerhin seine gesamte Redezeit auf der Info(?)-Veranstaltung verbraucht.)Der gleichgeschaltete Gemeinderat und die gleichgeschaltete Lokalpresse, unterstützt von einer bestallten Beratungsfirma, können es nun als Erfolg ihrer monatelangen Gehirnwäsche verbuchen, dass der Influencer Fischer uns rät, auf die Frage 'Wie stehen Sie zum Bau eines neuen Konzertsaals?' zu antworten: Das ist mir sehr wichtig. "Weil durch den Umbau des Uhlandbads in einen Konzertsaal der Weg frei ist, zum Neubau des 50m-Hallenbad-Süd." - Wenn das mal kein Grund für einen Konzertsaalbau ist!Inzwischen hat aber fast jeder begriffen, dass es weder um einen Konzertsaal, noch um ein neues Hallenbad geht, sondern darum, dass die Stadt das Uhlandbad auf möglichst gewinnbringende Weise loswerden möchte. Honni soit qui mal y pense.

Dr. Irene Monreal-Wickert, Tübingen (5.3.2019)


Mehrgenerationenbad erhalten

Die Innenstadt wird an Qualität verlieren, wenn das Uhlandbad gekillt wird. Für die nahegelegenen Schulen, für Eltern mit Kleinkindern und für ältere Menschen ist das Uhlandbad ein super gutes Angebot, eine echte Mehrgenerationeneinrichtung. Die Linke-Fraktion will das Uhlandbad als öffentliches Bad erhalten. Tübingen wird in den nächsten Jahren die 100.000 Einwohnergrenze überschreiten. Deshalb braucht es ein zusätzliches Hallenbad in der Südstadt, das auch für Sportschwimmen geeignet ist. Bei der Einwohnerinnenbefragung wird zwar über ein angebliches Defizit für das Uhlandbad informiert, nicht aber über die Defizit-Folgekosten eines Konzertsaalumbaus. Die bei einem Informationsabend im Museum vorgetragenen Zahlen der Beraterfirma lagen vorher weder dem Aufsichtsrat der Stadtwerke noch dem Gemeinderat vor. Die Präsentation aus einem nichtöffentlichen Workshop der Stadtwerke wurde meinem Fraktionskollegen Gotthilf Lorch verweigert. Das ist ein unredliches Vorgehen der Stadtspitze. Und Fachleute, die einen Konzertsaal mit Tagungsräumen wollen, schütteln den Kopf. Ärgerlich ist auch, dass Herr Stegert im "Übrigens" vom 1. März der Linken Instrumentalisierung im Wahlkampf vorwirft. Bereits im Jahr 2013 haben wir uns gemeinsam mit Ärzten und über 400 Unterschriften für eine Verlängerung der Öffnungszeiten eingesetzt. Wir werden das Thema Uhlandbad gerne auch im Wahlkampf ansprechen, Herr Stegert. Das ist nichts Verwerfliches und zehnmal demokratischer und sicherer als jede App.

Gerlinde Strasdeit (Stadträtin der Tübinger Linken) (1.3.2019)


Uhlandbad u.a. zum Bericht und "Übrigens" von H. Stegert über die städtische Informationsveranstaltung am 27.2.2019

Kritischer Journalismus ist ein hohes Gut, aber er sollte nicht einseitig sein. Ein paar kritische Punkte zur Überschrift "Wünsche und Wirklichkeit", die Herr Stegert übergangen hat:

Die allermeisten Menschen, die gerne schwimmen, tun dies ohne Verein. Der Vereinsvertreter kann keinesfalls für alle Schwimmbegeisterten sprechen. Der angemeldete Bedarf der Vereine ist nicht nachvollziehbar. Der Sprecher der Vereine Herr Fischer stellte seine Präsentation unter die Überschrift "5 Minuten für ein 20 Millionen €-Projekt". Gesprochen hat er rund dreimal so lange – ob die die Kosten für sein 50m Süd-Projekt auch dreimal so hoch sind wie behauptet? Laut städtischen Angaben in der Bürger-App reichen 20 Millionen Euro gerade für einen Neubau mit 25 (!) Meter- und Lehrschwimmbecken. Der städtische Gutachter kommt zu dem Schluss: Ein 50 m-Becken hat nur für Vereine einen Mehrnutzen, kann aber jedenfalls unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten nicht empfohlen werden. Es ist nicht nur in Bau und laufenden Kosten deutlich über dem von der Stadt gesetzten Kostenlimit, sondern sei auch für Schulen (bis Klasse 7) weniger gut geeignet und für Familien mit Kleinkindern eher abschreckend.

In diesem Zusammenhang erscheint doch das Anliegen, wirkliche Alternativen für den Weiterbetrieb des Uhlandbads zu entwickeln, noch einmal in anderem Licht. Es geht dem Freundeskreis Pro Uhlandbad nicht um ein einfaches "Weiter so", sondern um neue konzeptionelle Ansätze zum Beispiel der Gesundheitsförderung, die von der Stadt bisher überhaupt nicht geprüft oder zumindest nicht öffentlich gemacht worden sind.

Gabriele Steffen, Tübingen (6.3.2019) weitere Leserbriefe von Gabriele Steffen.


Die Fraktionen des Tübinger Gemeinderats wollen die Schwimmflächen in der Universitätsstadt deutlich erweitern („Für ein neues Hallenbad Süd“, 12. Januar). Und die Stadtverwaltung favorisiert einen Konzertsaal als Anbau ans historische Uhlandbad („Klang- statt Wasserwellen“ sowie „Übrigens“ und Sonderseite vom 17. Januar).

Und

Ich bin für den Erhalt des Uhlandbads als Bad und für einen ausreichend großen Konzertsaal.

Christoph Melchers, Tübingen (25.1.2019)


Wenn wir in Tübingen mit dem Nord-Süd Konzept zwei Hallenbäder für Sport- und Freizeitschwimmer unterhalten und dafür ein historisches Hallenbad, welches sehr mit der Geschichte unserer Stadt und deren Bewohner/innen verbunden ist aufgeben, dann hat das mit Gemeinnutzen nichts mehr zu tun.

Das Gutachten welches von Marco Steinert-Lieschied von der Altenburg Unternehmensberatung GmbH als strategisches Bäderkonzept für Hallenbäder in Tübingen in einem Vortrag erklärt wird, weist ausdrücklich darauf hin, dass es einen Bedarf für ein Gesundheitsbad in Tübingen gibt.

Auch die älteren Mitbürger/innen und kranke Menschen haben einen Anspruch darauf in einem Bäder Konzept für Tübingen berücksichtigt zu werden. Ein Konzept aus dem Uhlandbad ein Gesundheitsbad zu machen müsste wenigsten erarbeitet und auch darüber abgestimmt werden.

Ivo Lavetti Tübingen